EM-Qualifikation

Schweiz gegen England - Kaltstart für Petkovic

publiziert: Montag, 8. Sep 2014 / 07:22 Uhr / aktualisiert: Montag, 8. Sep 2014 / 08:28 Uhr
Eine neue Ära beginnt mit Trainer Petkovic.
Eine neue Ära beginnt mit Trainer Petkovic.

Zwei Monate nach dem 0:1 im WM-Achtelfinal gegen Argentinien startet die Schweiz in die EM-Qualifikation. Im ersten Spiel unter Vladimir Petkovic geht es heute in Basel gegen England (20.45 Uhr). Auf dem Papier ist die Schweiz der Favorit in der Gruppe E.

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Zumindest auf dem Papier, auf dem das FIFA-Ranking notiert ist. Auf Platz 9 steht da die Schweiz. England ist nur die Nummer 20. Slowenien kommt auf Rang 39 - Estland (93.), Litauen (104.) und San Marino (208.) sind noch viel, zum Teil viel, viel weiter zurück. «Wir werden den 1. Platz anpeilen», sagte Verteidiger Stephan Lichtsteiner.

Favoritenrolle relativiert

Im Hinblick auf den ersten Match gegen England in Basel aber relativieren die Schweizer die Rolle, die ihnen gemäss Statistik aus der jüngeren Vergangenheit zusteht. «England hatte an der WM nicht so gute Resultate. Aber sie haben noch immer eine gute Mannschaft und wollen sich rehabilitieren», sagte Xherdan Shaqiri. Und Steve von Bergen ergänzte: «Man braucht nur auf die Namen in der Offensive zu schauen: Rooney, Sterling, Welbeck. Und auf die Klubs, in denen sie spielen: Manchester United, Liverpool, Arsenal.» Darum meint auch Lichtsteiner: «England ist und bleibt der Gruppenfavorit.» Trotz frühem WM-Ausscheiden, trotz den Rücktritten von Steven Gerrard und Frank Lampard.

Stärkster Gegner der Gruppe

Die Schweiz bekommt es also gleich zu Beginn mit dem stärksten Gegner zu tun, ehe die EM-Qualifikation am 9. Oktober mit dem Auswärtsspiel gegen die nominelle Nummer 3 der Gruppe, Slowenien, weitergeht. Der Start ist schwierig genug, doch der Start darf nicht misslingen. Nicht so, wie vor vier Jahren, als in der Ausscheidung zur EM 2012 unter Ottmar Hitzfeld zunächst das Heimspiel gegen England (1:3) und dann das Auswärtsspiel gegen Montenegro (0:1) verloren ging. Diesem Handicap lief die Schweiz eine Qualifikation lang erfolglos hinterher.

Das Niveau im europäischen Fussball ist zwischen den Rängen 10 bis 30 ziemlich ausgeglichen. Fünf von 16 EM-Teilnehmern 2012 haben die WM 2014 verpasst. Dafür hatten Belgien und die Schweiz, die beide an der WM die K.o.-Phase erreichten, an der letzten EM noch gefehlt. Und Länder wie die Türkei oder Schottland haben sich seit Jahren für keine Endrunde mehr qualifiziert.

Qualifikation weiterhin kein Selbstläufer

Diese Beispiele müssen Warnung genug sein, dass die Qualifikation für die EM auch mit dem neuen Modus (die neun Gruppensieger und -zweiten sowie der beste Gruppendritte sind direkt qualifiziert, die acht weiteren Gruppendritten bestreiten die Barrage) kein Selbstläufer ist. Für die Schweiz als WM-Achtelfinalist ist die Qualifikation Pflicht, aber auch ein Scheitern liegt nicht gänzlich ausserhalb des Vorstellbaren. «Wenn wir es nicht schaffen, müssen wir über die Bücher. Dann ist das ein sehr grosser Misserfolg. Aber wir dürfen auch nicht überheblich sein. Es muss immer ein Thema sein, dass man scheitern kann», so Lichtsteiner.

Die Schweiz ist nicht auf der gleichen Stufe wie Deutschland, Spanien, Holland, Italien oder Frankreich, für die eine Qualifikation nun erst recht keine Stolpersteine mehr bereit hält. Teams aus den Töpfen drei bis fünf rechnen sich auch gegen die Schweiz Chancen aus, sie werden länger im Rennen um ein EM-Ticket sein als in der Vergangenheit. Das macht die Aufgabe gegen Mannschaften wie Estland oder Litauen mit dem neuen Modus schwieriger.

Gefordert: Resultate und Spektakel

Zunächst aber geht es gegen England. Dieses Startspiel ist nicht nur der Beginn in eine neue Ausscheidung, es ist auch der Auftakt zu einer neuen Trainer-Ära. Ohne Verzögerung und ohne Testspiel geht es für Vladimir Petkovic um Punkte. Nach dem «Welttrainer» Ottmar Hitzfeld, der die Schweiz in zwei von drei Anläufen an eine Endrunde gebracht hat, wird die Öffentlichkeit Resultate und Leistungen von Petkovic' Auswahl kritisch beäugen. Die Erwartungen an den neuen Coach sind sehr hoch. Petkovic soll mindestens die Resultate von Hitzfeld wiederholen, dabei aber einen spektakuläreren Fussball bieten als sein pragmatischer Vorgänger.

Schon in der ersten Partie werden erste Anzeichen erwartet, ob das neue System (vom 4-2-3-1 zum 4-3-3) und die neue Rolle von Granit Xhaka (nicht mehr hinter der Sturmspitze, sondern im Dreier-Mittelfeld) der Qualität im Schweizer Spiel tatsächlich zuträglich sind. Zudem wird sich zeigen, ob Yann Sommer als neue Nummer 1 den aus dem Nationalteam zurückgetretenen Diego Benaglio auch wirklich mühelos ersetzen kann.

Intakte, junge Mannschaft

Das sind die Fragen, die vor der neuen Ära taktisch und personell im Zentrum stehen. Es sind wenige genug, denn Petkovic hat eine intakte und im Schnitt junge Mannschaft übernommen. Es spricht einiges dafür, dass im Vergleich zum WM-Achtelfinal vor 69 Tagen gegen Argentinien neun von elf Spieler auch gegen England von Beginn weg dabei sind. Einer der «Neuen» ist Sommer, der andere dürfte Steve von Bergen sein, der an der WM ab dem zweiten Gruppenspiel wegen des Bruchs des linken Augenhöhlenbodens ausfiel.

Petkovic geht mit einigen Sicherheiten an seine Aufgabe heran. Einige mehr jedenfalls als viele seiner Vorgänger, die entsprechend holprig gestartet sind. Seit Louis Maurer (1970) hat nur Roy Hodgson, der heute auf der Bank der Engländer sitzt, sein erstes Pflichtspiel mit der Schweiz gewonnen (1992). Zur Erinnerung: Unter Hitzfeld gab es vor sechs Jahren zum Beginn der WM-Qualifikation 2010 das 2:2 in Israel und das 1:2 in Zürich gegen Luxemburg.

(jz/Si)

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