Europa League

Schweizer Teams wollen sich gute Ausgangslage verschaffen

publiziert: Donnerstag, 17. Feb 2011 / 09:17 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 17. Feb 2011 / 18:13 Uhr
Heute Abend kämpfen der FCB und YB jeder für sich im Europacup.
Heute Abend kämpfen der FCB und YB jeder für sich im Europacup.

Basel gegen Spartak Moskau und YB gegen Zenit St. Petersburg wollen sich heute in den Sechzehntelfinal-Hinspielen der Europa League eine gute Ausgangslage für die Rückspiele in Russland erarbeiten.

3 Meldungen im Zusammenhang
Für den FC Basel beginnen mit dem ersten Duell gegen den Vierten der letzten russischen Meisterschaft «englische Wochen». Der Tabellenführer in der Super League bestreitet heute das erste von sechs Spielen innerhalb von 18 Tagen. Neben dem Rückspiel in einer Woche in Moskau stehen für den Schweizer Meister auch in der Meisterschaft gegen Sion, Luzern und Zürich wegweisende Spiele auf dem Programm. Und im Schweizer Cup, dem dritten Wettbewerb, in dem der FCB auch nach der Winterpause noch vertreten ist, wollen die Rot-Blauen Anfang März einen weiteren Schritt in Richtung Titelverteidigung machen.

Die steigende Belastung bereitet FCB-Trainer Thorsten Fink keine Sorgen. «Für mich sind die vielen Spiele mehr Segen als Fluch», so der Dortmunder, der sein Personal auf einigen Positionen rotieren lassen wird. «Damit kann ich allen Spielern zeigen, dass ich auf sie zähle.» Die Mannschaft ist sich die Mehrfachbelastung gewohnt, das hat sie in der Vorrunde bewiesen, als sie den Spagat zwischen Champions League und Meisterschaft geschafft hat. «Dafür muss ich ihr ein Kompliment machen», so Fink. Denn im Gegensatz zur jetzigen Situation sei die Ausgangslage in der Vorrunde aufgrund der späten Rückkehr der WM-Teilnehmer viel schwieriger gewesen.

Duell im St.-Jakob-Park

Fink muss heute im St.-Jakob-Park neben Innenverteidiger Beg Ferati (Bänderverletzung) und Aleksandar Dragovic (nicht spielberechtigt) aller Voraussicht nach auch auf Benjamin Huggel verzichten. Der Routinier leidet an einer Entzündung des Innenbandes im Knie. Noch nach der Auslosung im Dezember schob Fink die Favoritenrolle den Russen zu, nun revidierte der 43-Jährige seine damalige Aussage. «Es werden zwei sehr enge Spiele. Wir werden sicher nicht durchmarschieren, Spartak aber auch nicht.» Der FCB habe den Vorteil, dass er schon zwei Ernstkämpfe bestritten habe. Für Spartak, das wie der FCB die Gruppenphase der Champions League auf Rang 3 abgeschlossen hatte, werden die beiden Duelle mit den Baslern die ersten Pflichtspiele seit Anfang Dezember sein.

Als Handicap für Spartak erweist sich das Fehlen von Stürmer Welliton, der nach einer Roten Karte in der Champions League in beiden Spielen gegen den FCB fehlen wird. Der Brasilianer wurde in der abgelaufenen russischen Meisterschaft mit 19 Treffern Torschützenkönig. Der bekannteste Spieler neben Welliton ist der irische Internationale Aiden McGeady, nachdem sich der frühere Bundesliga-Profi Iwan Saenko kürzlich mit Trainer Waleri Karpin überworfen hatte.

YB gegen russischen Double-Gewinner

Bei den Young Boys kehrte zuletzt wieder Ruhe ein. Die Berner gewannen ihre zwei bisherigen Partien deutlich (5:1 in Bellinzona, 4:2 gegen den FC Zürich) und werden plötzlich wieder als Herausforderer um den Meistertitel genannt. Das Team von Vladimir Petkovic will, auf welchem Weg auch immer, in der kommenden Saison wieder international vertreten sein. Ob dieses Vorhaben durch den Titel in der Axpo Super League, den Cupsieg, die Rangierung in der Meisterschaft oder sogar den Gewinn der Europa League umgesetzt wird, ist Petkovic egal. Der erfolgreiche Rückrundenstart war dem Berner Selbstvertrauen jedenfalls nicht abträglich. «Klar ist, dass Zenit der ganz klare Favorit ist», sagte David Degen. «Nicht nur im Spiel gegen uns, sondern in der Europa League.» Dann fügte der Baselbieter, der nach zwei Spielsperren in der Meisterschaft gegen St. Petersburg erstmals in diesem Jahr spielen wird, noch folgende Aussage an: «Aber das beeindruckt mich nicht gross. Sie kochen auch nur mit Wasser.»

Für Degen wäre ein 0:0 gegen den russischen Meister besser als ein 3:2. Dann würde YB am kommenden Donnerstag womöglich ein erzieltes Tor in der russischen Kälte reichen, um in die Achtelfinals einzuziehen. An den Gegner, dessen gewaltiges Budget oder die diversen ausländischen Spieler will der vierfache Europacup-Torschütze Degen noch keinen Gedanken verschwendet haben. «Was hat uns das zu interessieren?», fragte er rhetorisch. Schliesslich hat YB in dieser Saison gezeigt, dass es im Stade de Suisse mit europäischen Hochkarätern nicht nur mithalten, sondern diese auch schlagen kann. Nach dem 2:2 gegen Fenerbahçe Istanbul gab es gegen Tottenham (3:2), Getafe (2:0), Odense (4:2) und Stuttgart (4:2) lauter Siege -- und Spektakel zuhauf.

An diesen Leistungen will sich YB im Duell mit dem Schwergewicht der russischen Premier Liga orientieren. «Ein kleiner Vorteil für uns könnte sein, dass wir bereits im Rhythmus der Meisterschaft sind», mutmasste Trainer Vladimir Petkovic. In Russland nimmt die Liga ihr Monsterpensum erst Mitte März auf, wegen der Umstellung auf den zentraleuropäischen Kalender (an Stelle der Jahresmeisterschaft) wird die Saison 44 Spiele dauern und erst im Frühling 2012 zu Ende sein. «Zenit bestritt bislang nur Freundschaftsspiele, deshalb setze ich ein kleines Fragezeichen hinter die aktuelle Form», so Petkovic, der mit der «eigenen Stärke die sehr wenigen Schwächen des Gegners» ausnützen will.

Zenits ambitionierter Plan

Zenit durfte mit breiter Brust in die Schweiz reisen. Im letzten Jahr holte das Team des Italieners Luciano Spalletti auf souveräne Weise das Double. Was wiederum Spalletti veranlasste, bei der Meisterfeier bei minus 12 Grad in russischer Tradition, bis auf den um den Hals gehängten Rosenkranz, seinen Oberkörper zu entblössen und «die Kälte herauszufordern». Für Spalletti war der Titelgewinn, der zwei Runden vor Schluss bereits feststand, der erste als Cheftrainer.

(joge/Si)

Kommentieren Sie jetzt diese fussball.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Der FC Basel hat seine grossartige ... mehr lesen
Freude bei den Spielern von Spartak Moskau.
Marco Streller freut sich auf Spartak Moskau.
Sowohl der FC Basel wie auch die Young Boys reisen in den Sechzehntelsfinals der Europa League für das Auswärtsspiel nach Russland. Während es der Schweizer Meister mit Spartak ... mehr lesen
Zenit St. Petersburg hat sich in der drittletzten Runde der russischen Meisterschaft vorzeitig den Titel gesichert. mehr lesen 
Die Young Boys kassieren dank dem Einzug in die Sechzehntelfinals der Europa League Extraprämien.
Die Young Boys kassieren dank dem Einzug in die Sechzehntelfinals der Europa League ...
In der Europa League  Der Sieg gegen Cluj und die Qualifikation für die Europa League-Sechzehntelfinals ist für die Young Boys nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich sehr wertvoll. mehr lesen 
Der FC Lugano trägt seine Europa League-Spiele in der kommenden Saison im St. Galler kybunpark aus.
Einigung mit St. Gallen  Der FC Lugano wird seine Europa League-Heimspiele ab September im St. Galler kybunpark austragen. ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
Lyon siegte verdient.
Frauenfussball Wolfsburgs Frauen verpassen den Sieg Die Frauen-Equipe des VfL Wolfsburg mit den drei ...
 
News
         
Fussball ist ein anstrengender, körperlicher Sport.
Publinews Sobald das Fussballtraining oder das Spiel beendet wurde, beginnt die Phase der Erholung. Hierbei stehen die unterschiedlichsten Möglichkeiten zur Verfügung, die je nach ... mehr lesen
Die deutsche Bundesliga ist seit jeher eine Ziel-Liga für Schweizer Fussballer.
Publinews Die Schweiz bringt immer wieder das Kunststück fertig, den grossen Nationen die Stirn zu bieten. Das gilt vor allem im Sport, wo die ... mehr lesen
Heutzutage ist es schwierig, komplett kostenlos und ohne Anmeldung Fussball live zu verfolgen.
Publinews Am Wochenende steht das Spiel der Lieblingsmannschaft an und wird nicht im Free-TV übertragen - jeder Fan war schon einmal in ... mehr lesen
Der Weg zum Profifussballer ist hart und lang.
Publinews Es ist der Traum vieler Jugendlicher Karriere als Fussballer zu machen. Der Reiz Fussballprofi zu werden, scheint allgegenwärtig. Schaut man etwa in die ... mehr lesen
Fussball als Zuschauer ist zudem ebenfalls sehr interessant, da es klare Spielzeiten gibt und zwischendurch eine Pause besteht.
Publinews Sport ist seit geraumer Zeit von grösster Bedeutung für die Menschheit. Sport verknüpft Menschen, schafft ein gemeinsames Interesse und sorgt gleichzeitig dafür, ... mehr lesen
Auch der Torwart braucht eine Ausstattung.
Publinews Fussball ist eine beliebte Sportart. Ob man diese nun aktiv ausübt oder nur vor dem Fernseher verbringt, spielt dabei keine Rolle. Kaum ein Sport verbindet ... mehr lesen
Wenn das Team nicht stimmt, dann wird sich auch kein Erfolg einstellen.
Publinews Kaum eine Sportart ist so beliebt wie diese. Fussball schweisst die unterschiedlichsten Menschen zusammen. Jedes Wochenende aufs Neue wird im Stadion die Lieblingsmannschaft ... mehr lesen
CBD als schmerztherapeutische Unterstützung bei Verletzungen.
Publinews Wir wollen in diesem Zusammenhang nicht von Aufputschmitteln im Fussball sprechen. Allerdings muss man diese Begriffe auch im zeitlichen Kontext sehen. Wenn man die ... mehr lesen
Das beste Training auf der Welt ist nur optimal, wenn man sich richtig ernährt.
Publinews Ohne Fleiss kein Preis. Das ist die Devise, wenn es um das Training für Fussballer geht. Wenn man nicht genügend trainiert, wird man kein Fussballer. Wenn man bereits ... mehr lesen
Ein Fussball spiel pro Woche.
Publinews Fussballvereine sind heutzutage sehr grosse Organisationen, die es verstehen richtig zu wirtschaften. Das Geschäft mit den Fussballern ist heute so wichtig wie ... mehr lesen
Fussball Videos
FIFA World Football Museum  Das FIFA World Football Museum direkt beim ...  
Neue Zeitrechnung für den Nati-Star  Granit Xhaka (23) wechselt zu Arsenal London in die ...  
Drei Mal in Folge «Europa League»-Sieger  Der FC Sevilla gewinnt zum dritten Mal in Folge ...  
Grosse Ehre für «King Claudio»  Wenig überraschend heisst der Trainer des Jahres ...  
Mehr Fussball Videos
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 15°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Basel 16°C 28°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 16°C 24°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Bern 15°C 26°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Luzern 16°C 26°C gewitterhaftleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
Genf 15°C 26°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen gewitterhaft
Lugano 20°C 29°C vereinzelte Gewitterleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten