Sicherheits-Institut kritisiert Schweizer Stadien

publiziert: Dienstag, 13. Mai 2008 / 22:50 Uhr

Bern - Das deutsche Sicherheits-Institut Psytech kritisiert die Schweizer EURO-Stadien. Diese seien nicht optimal für eine Massenpanik eingerichtet. Am schlechtesten schneidet das Berner Stade de Suisse ab, am besten das Genfer «La Praille».

Das Fussballstadion «La Praille» in Genf hat am besten abgeschnitten.
Das Fussballstadion «La Praille» in Genf hat am besten abgeschnitten.
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Psytech untersuchte die vier Schweizer EURO-Stadien im Auftrag des «Kassensturz» des Schweizer Fernsehens anonym auf vier Kriterien hin: das Stolper-Risiko, das Bewaffnungs-Risiko, die Gefahr von Staus bei einer Panik und Hindernisse auf den Fluchtwegen.

Im Berner Stade de Suisse sei es für gewaltbereite Fans sehr einfach, sich zu bewaffnen, folgert das deutsche Institut. So gebe es etwa vor der Fantribüne reichlich unbefestigtes Gastromobiliar. Lediglich die Abfallcontainer seien fixiert.

Da gewaltbereite Fans alles als Wurfgeschoss verwendeten und so eine Panik auslösen könnten, sei es oberste Pflicht der Stadionbetreiber, alle Gegenstände zu befestigen oder wegzuräumen, sagte Thomas Jäger von Psytech gegenüber dem «Kassensturz».

Gute Noten für Genf

Auch die Stadien in Zürich und Basel kritisierten die deutschen Experten. Sie hoben jedoch auch lobend hervor, dass in diesen Stadien das Spielfeld nicht abgesenkt oder von einem Graben umgeben sei. Dies sei ein zusätzliches Hindernis, wenn Zuschauer bei einer Massenpanik flüchten wollten.

Am besten schneidet das Genfer Stadion «La Praille» ab. Positiv sei hier vor allem der schnelle Ausgang, sagte Jäger. Die Zuschauer kämen praktisch von der Tribüne in den Verteiler ins Freie.

Die vier Schweizer EURO-Stadien wurden - wie jene in Österreich - vom europäischen Fusballverband Uefa zertifiziert. Die Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG betonte in einem Communiqué, dass das Berner Stadion den aktuellen Sicherheitsvorgaben der Uefa entspreche.

(bert/sda)

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