Stürmermisere mit Individualtraining ausmerzen

publiziert: Montag, 19. Sep 2005 / 18:15 Uhr

Um noch mehr Erfolg auf internationaler Ebene zu haben, will der Schweizerische Fussballverband (SFV) die Trainingsmethoden der wenigen Stürmertalente im Land in den Klubs verbessern.

Stürmertalente sollen mit Individualtrainung gefördert werden.
Stürmertalente sollen mit Individualtrainung gefördert werden.
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In den letzten vier Jahren nahmen zehn Mannschaften des SFV an einer EM- oder WM-Endrunde teil (bei 17 Gelegenheiten). Acht Mal überstanden die Schweizer die Qualifikation, zweimal waren sie als Gastgeber dabei.

An drei von zehn Endrunden wurde die Vorrunde überstanden: Die U17 wurde 2002 in Dänemark Europameister, im eigenen Land scheiterte die U21 wenig später erst im EM-Halbfinal (0:2 gegen Frankreich) und die U19 kam vor Jahresfrist an der EM ebenfalls unter die letzten Vier (2:3 gegen die Türkei).

Auf diese Bilanz sind die Verantwortlichen im Verband einerseits stolz - andererseits doch nicht restlos zufrieden.

Guter Stand

Die Spieler, die sich der A-Nationalmannschaft nähern, haben mental, taktisch und grösstenteils auch technisch einen sehr guten Stand erreicht.

«Die Teams können unterdessen mit jedem Gegner mithalten», betonte der Technische Direktor Hansruedi Hasler.

Um einen Schritt weiterzukommen und die Vorrunde an den Endrunden häufiger zu überstehen, braucht es aber mehr Effizienz im Abschluss. Dafür sind mehr und bessere Stürmer nötig.

Individualtraining schwer umsetzbar

Mauro Lustrinelli, Milaim Rama und Alexandre Rey sind derzeit die einzigen in der Super League tätigen Angreifer von Format. Und die U21 bestreitet die EM-Qualifikation ohne einen einzigen Stürmer. Haslers Bedenken sind also nicht unbegründet.

Vehement versucht der SFV deshalb, die Klubs der Super- und Challenge-League zu neuen Trainingsmethoden zu animieren. Individualtraining heisst das Zauberwort.

Es macht keinen Sinn, dass die Innenverteidiger das Gleiche üben wie die Angreifer. Die besten Offensivkräfte im Verein sollen vermehrt miteinander üben, im Idealfall jene aus der U15 zusammen mit jenen aus dem Kader der 1. Mannschaft.

Der nötige kurzfristige Erfolg des Fanionteams, aber auch organisatorische Probleme erschweren die Umsetzung dieser Absichten. «Wir können nicht mehr, als immer wieder darauf hinweisen und Vorschläge machen», sagte Hasler.

(rr/Si)

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