Teamplayer aus der Challenge League

publiziert: Dienstag, 14. Jun 2005 / 08:50 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 14. Jun 2005 / 09:14 Uhr

Goran Antic und Daniel Lopar, ausgerechnet zwei Spieler aus der Challenge League, überraschten im Konzert der Junioren-Prominenz positiv.

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"Meine Heimat ist die Schweiz. Hier habe ich meinen Freundeskreis aufgebaut", lässt Goran Antic keine Zweifel offen, wo er sich heimisch fühlt. Mit der bosnischen Ortschaft Brcko, die seine Eltern vor über 20 Jahren verliessen, verbindet ihn emotional nicht ausgeprochen viel. "Ich bin in Aarau geboren." Der Bezug zum Herkunftsland seiner Familie endete in der Regel am letzten Tag der Ferien.

Ein Nationenwechsel scheint bei ihm deshalb, nicht einmal ansatzweise zur Debatte zu stehen. Zuviel Bewegendes hat Antic während den insgesamt 49 Partien im rotweissen Dress bereits erlebt, zu enge Banden haben die Spieler untereinander geknüpft. Er gehörte zu jener U17-Auswahl, die vor drei Jahren in Dänemark die Fachwelt mit dem EM-Titelgewinn ins Staunen versetzte. 2004 stürmte Antic an der U19-Endrunde in die Halbfinals, womit dem SFV die Teilnahme an der U20-WM gewiss war.

Grosse Laufbereitschaft

Beim ersten Auftritt in Emmen überzeugte der Stürmer mit der respektablen Skorerquote (17 Tore) abermals auf internationaler Ebene. In kaum einer Situation setzte er nicht nach; mit seiner unerhörten Laufbereitschaft überforderte Antic selbst die physisch einwandfreien Südkoreaner im entscheidenden Moment. "So ist mein Spiel, ich bin ein Kämpfer", beurteilt er sich selber -- immer möglichst kurz und knapp, aber stets sehr freundlich. Antic überlässt das Reden lieber anderen.

Vielleicht mag er auch deshalb nicht bis ins Detail ausführen, weshalb ihm der Durchbruch in der Schweiz bislang verwehrt blieb. Eventuell ist es auch schwer erklärbar, dass sich ein Spieler mit einem überdurchschnittlichen Torinstinkt in der Super League bei Xamax (und GC) nicht durchsetzte und den Tritt erst durch das temporäre Engagement beim FC Wil in der Challenge League wieder fand. "Nein, ich habe es mir nicht einfacher vorgestellt", sagt er zur Irrfahrt durch die nationalen Ligen nur. Ob er im Sommer zu Xamax zurückkehrt, ist zu bezweifeln -- der sechste Vereinswechsel zeichnet sich trotz gültigem Vertrag mit den Neuenburgern ab.

Alles für das Team

Mit Leistungen wie gegen Südkorea könnte er seine Verhandlungsposition in den kommenden Tagen erheblich verbessern. Antic winkt ab, er mag die Plattform der U20-WM nicht zur Selbstvermarktung missbrauchen. "Zuerst gebe ich alles für das Team und dann schauen wir weiter." Nicht nur solcher Statements wegen wird das wortkarge Talent von Coach Pierre-André Schürmann so sehr geschätzt: "Er ist ein Teamplayer par exzellence und verkörpert die Idee des Kollektivs wie kaum ein anderer."

Antic verkörpert das eine Beispiel für die spezielle Mischung dieser U20-Mannschaft, eine ähnliche Rolle pflegt diesbezüglich Daniel Lopar zu spielen. Der 20-jährige Keeper aus Wil wirkt erfrischend flexibel. Die Anwesenheit von Spielern, die in europäischen Topklubs engagiert sind, hemmt ihn keineswegs, "weil sie alle Supertypen sind". Und den Sprung von der zweithöchsten Liga der Schweiz aufs Level der weltbesten bereitete ihm verblüffend wenig Probleme: "Es geht hier sicher alles schneller, aber darauf kann man sich einstellen."

Lopar die richtige Wahl

Beim 0:1 gegen Südkorea traf ihn am wenigsten Schuld. Und beim Stand von 2:1 bewahrte der St. Galler seine Copains mit einer wunderbaren Parade vor dem Ausgleich. Schürmann hat sich gewiss für die richtige Nummer 1 entschieden, denn Lopar besitzt die Gabe, an einer Aufgabe zu wachsen. "Prickelnde Situationen liegen mir tatsächlich." Es braucht viel, um den italienisch-schweizerischen Doppelbürger aus dem Konzept zu bringen. Der junge Goalie hat sich während den Monaten des Finanzchaos in Wil eine dicke Haut zugelegt.

"Es war eine happige, aber sehr lehrreiche Zeit", blickt Lopar auf jene Phase zurück, als der FC Wil vor dem Ruin und er selber vor dem Debüt in der Super League stand. Er packte die Chance dank beachtlicher Nervenstärke und gewann als Rookie auf Anhieb den Cupfinal gegen GC. In Emmen griff Lopar abermals zu -- wieder fast ohne Anlaufzeit. Erst seit Samstag war offiziell klar, dass er gegenüber dem U17-Europameister Swen König den Vorzug erhalten würde.

(Sven Schoch, Emmen/Si)

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