Wie Odermatt und Türkyilmaz
Tranquillo Barnetta - Eine weitere Wembley-Legende
publiziert: Samstag, 4. Jun 2011 / 23:45 Uhr
Tranquillo Barnetta (l.) jubelt mit Eren Derdiyok.
Tranquillo Barnetta (l.) jubelt mit Eren Derdiyok.

Tranquillo Barnetta (26) war der Schweizer Held im Wembley. Seine beiden Tore brachten ein beachtliches 2:2 in England. Nun ist der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen auf einer Stufe mit Karl Odermatt und Kubilay Türkyilmaz. Er ist eine Schweizer Wembley-Legende.

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Das Wembley ist ein legendäres Stadion. Hier haben sich in der Vergangenheit Schweizer Fussballer schon legendär gemacht. Zum Beispiel Karl Odermatt, dem 1971 das Tor zu einem sensationellen 1:1 der Schweiz gegen den übermächtigen Gegner gelang. Oder Kubilay Türkyilmaz, der mit seinem Penalty zum 1:1 im EM-Startspiel 1996 den geglückten Auftakt der Gastgeber verdarb.

Nun ist Tranquillo Barnetta eine weitere Schweizer Wembley-Legende. Noch nie hat ein Schweizer Team in diesem Stadion in einem Spiel zwei Tore erzielt. Jetzt gelang dies dem Ostschweizer im Alleingang. Und dies vor den Augen seiner Eltern, die unter den 9000 Schweizer Fans sassen. «Von solchen Dingen träumt man als Kind. Ein Tor im Wembley zu erzielen, ist grossartig.»

Ein Routinier verhalf zum Erfolg

Ausgerechnet Barnetta!, könnte man sagen. Am Abend des Neuanfangs des Schweizer Nationalteams schoss er, der Routinier, die Tore. Zum Helden wurde nicht ein Teenager oder ein Debütant, sondern Barnetta, mit seinen 59 Länderspielen der erfahrenste Spieler im Aufgebot von Ottmar Hitzfeld.

Den guten Start in eine bessere Zukunft der SFV-Auswahl konnte Barnetta nicht leugnen. Die Vergangenheit dürfe wegen dieser Leistung aber auch nicht zu schlecht gemacht werden. Euphorisch wird Barnetta wegen des 2:2 beim Gruppenfavoriten nicht. «Wir haben grosse Persönlichkeiten verloren, die viel geleistet haben. Jetzt stehen wir an einem Anfang. Wir werden Zeit brauchen, um uns als Mannschaft zu finden.»

Der beste Barnetta unter Hitzfeld

Dass mit dem jungen Team auch wieder grosse Taten möglich sind, ist für Barnetta denkbar. «Diese Mannschaft hat riesiges Potenzial.» Dieses hat auch er selbst im Wembley endlich wieder mal gezeigt. Zumindest vor der Pause war es der beste Barnetta in der Ära Hitzfeld.

Unter dem Deutschen war Barnetta (fast) immer gesetzt - und hat fast immer enttäuscht. Nur einmal - im zweiten WM-Spiel gegen Chile - setzte ihn Hitzfeld in einem Wettbewerbsspiel auf die Ersatzbank. Sonst gehörte Barnetta, ausser wenn er verletzt war, immer zur Startformation.

Barnetta war dann aber meistens einer der am meisten kritisierten Akteure. Nun scheint der Systemwechsel auch ihm zu einem Leistungsschub verholfen zu haben. «Der Trainer verlangte von uns, frech und offensiv zu spielen. Darauf haben wir die ganze Woche hingearbeitet. Und ja, wenn man mehr im Ballbesitz ist, macht das Fussball spielen mehr Spass. Das ist auch bei mir so.»

Erste Tore seit vier Jahren

Barnetta krönte sein bestes Länderspiel unter Hitzfeld mit den ersten Toren für die Nationalmannschaft seit bald vier Jahren. Im September 2007 war er in Wien in einem EM-Test gegen Chile letztmals erfolgreich gewesen. In der abgelaufenen Bundesligasaison schoss er für Bayer Leverkusen genau gleich viele Tore wie jetzt im Wembley innerhalb von drei Minuten.

Was verrückt anmutet, ist aber nicht purer Zufall. «Wir haben solche Freistösse trainiert. Beim ersten zog ich die Flanke auf Eren Derdiyok so, dass der Ball ins Tor fliegen könnte, sofern ihn keiner mehr berührt.» Und beim 2:0 habe er Englands Keeper Joe Hart genau so in der nahen Ecke überraschen wollen. «Auch diese Variante habe ich in letzter Zeit häufig trainiert.»

Ein Highlight zum Saisonende

Eine persönlich durchwachsene Saison endete für Barnetta also mit einem Karriere-Highlight. Aber wie die Teamkollegen war auch er nicht rundum glücklich. Das 2:2 ist ein tolles Ergebnis, aber es könnten am Ende auch zwei verlorene Punkte gewesen sein. «Wir hätten das 2:0 in die Pause mitnehmen müssen. Das Anschlusstor der Engländer war der Schlüssel im Spiel. Es hat uns wohl den Sieg gekostet.»

Zum ersten Schweizer Erfolg auf englischem Boden hat Barnettas Wembley-Doublette nicht gereicht. In ein paar Monaten wird man immerhin wissen, ob sie am Ursprung einer legendären Schweizer Aufholjagd in der EM-Qualifikation stand. In Erinnerung bleibt sie Barnetta so oder so. Denn auch im 59. Länderspiel können noch Träume in Erfüllung gehen.

(pad/Si)

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