Tschechien zum fünften Mal in Seefeld

publiziert: Dienstag, 3. Jun 2008 / 07:12 Uhr

Gestern Mittag bezog der Schweizer Startgegner Tschechien sein EM-Hauptquartier in Seefeld (Ö). Die Tschechen entschieden sich - aus Aberglaube - bereits zum fünften Mal für die Tiroler Olympia-Region unweit von Innsbruck.

Karel Brückner weiss, dass ein bisschen Aberglaube zum Fussball einfach dazu gehört.
Karel Brückner weiss, dass ein bisschen Aberglaube zum Fussball einfach dazu gehört.
Als Coach Karel Brückner 2004 vor der Frage stand, wo er seine Mannschaft auf die EM-Endrunde in Portugal vorbereiten sollte, war die Wahl schnell gefallen.

Brückner entschied sich für den auf 1200 Meter gelegenen Skiort, wo 1964 und 1976 die olympischen Wettbewerbe im Langlauf und in der Nordischen Kombination ausgetragen wurden.

Nachdem es die Tschechen in Portugal bis in die Halbfinals gebracht hatten, war für Brückner klar, dass alle weiteren Vorbereitungscamps künftig in dieser herrlichen Ferienregion stattfinden sollten.

Vor der WM 2006 war es das nächste Mal soweit, ehe sich die Tschechen im letzten Oktober in Seefeld auch auf die entscheidende EM-Qualifikationspartie gegen Deutschland vorbereiteten.

Weiter Weg zu den Spielen

Unweit der Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands, fanden die Tschechen die nötige Energie, um das Team von Jogi Löw in der Folge in München gleich mit 3:0 zu bezwingen und sich so die EM-Qualifikation zu sichern.

Kein Wunder, entschied sich Brückner heuer erneut für Seefeld, obwohl seine Mannschaft alle drei EM-Gruppenspiele weit entfernt - am anderen Ende der Schweiz in Basel und Genf - bestreiten muss.

Schlichter Empfang gewünscht

Gestern Mittag flog das tschechische Team somit bereits zum fünften Mal nach Innsbruck, von wo die Delegation mit Polizei-Eskorte ins 30 Kilometer entfernte Seefeld geleitet wurde.

Brückner hatte sich von den einheimischen Würdeträgern des 3000-Seelen-Dorfes einen betont schlichten Empfang gewünscht, um sich nach zwei freien Tagen ohne Umschweife auf das EM-Startspiel am Samstag in Basel gegen die Schweiz vorbereiten zu können.

Eine Blaskapelle und Spalier stehende Schüler waren denn das Höchste, das der tschechische Coach zuliess.

Keine Skandalnacht

Gleich unterhalb der Olympiaschanze fand gestern Abend auf einem Toprasen des lokalen Fussballvereins SK Casino Seefeld bereits das erste Training der Tschechen statt.

«Ein idealer Ort für uns, ich bin nun schon zum vierten Mal hier und geniesse die Ruhe», meinte Stürmer-Oldie Jan Koller zur abgeschiedenen Trainings-Destination.

Eine Skandalnacht wie im März 2007 anlässlich der Geburtstagsparty von Tomas Ujfalusi in Prag, als mehrere tschechische Internationale die Nacht mit Prostituierten durchfeierten, ist in Seefeld kaum vorstellbar.

Keine Blessuren, keine Probleme

Brückner freute sich gestern darüber, dass keinerlei Blessuren die Arbeit störten und alle 23 Spieler die Einheit problemlos absolvieren konnten.

Heute Dienstag steht ein öffentliches Training und der offizielle Pressetag mit den angereisten Medienleuten auf dem Programm.

(von René Baumann, Seefeld/Si)

 
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