Xamax in Armenien

publiziert: Samstag, 18. Jun 2005 / 07:59 Uhr

Neuchâtel Xamax startet als erste Schweizer Mannschaft in die neue Saison. Am Samstag treffen die Neuenburger um 16.00 Uhr in der 1. Runde des UI-Cup auf Ararat Jerewan.

Viele Spieler haben den Verein verlassen. (Bild: Mobulu M´Futi (l))
Viele Spieler haben den Verein verlassen. (Bild: Mobulu M´Futi (l))
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Zur beschwerlichen Reise nach Armenien machte sich eine Mini-Delegation auf. Das Team flog am Donnerstagabend in Genf ab und erreichte die armenische Hauptstadt via Wien am Freitagmorgen.

Nicht im Flugzeug sassen Mobulu M´Futi, Julien Ielsch, Gérald Forschelet, Bruno Valente, Steve von Bergen und André Buengo, die alle den Verein verlassen haben oder dies noch tun werden, sowie Sébastien Zambaz (erhält keinen neuen Vertrag mehr), Alexandre Rey (verlängerter Urlaub nach dem WM-Spiel auf den Färöern), Goran Antic und Henri Siqueira-Barras, die an der U20-WM im Einsatz sind.

Erst nächste Woche soll das dezimierte Kader Zuwachs erhalten; AG-Präsident Sylvio Bernasconi hat sechs Testspieler angekündigt.

Bewegte Vergangenheit

Ararat Jerewan hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. In der Sowjetunion gewannen die Armenier einen Meistertitel und zweimal den Cup. Nach der Gründung eines eigenen Staates kamen ein weiterer Meistertitel und vier Cuptrophäen hinzu.

Vor zwei Jahren war der Verein vom armenischen Verband aus allen Wettbewerben ausgeschlossen worden, weil er seine fünf Internationalen (unter ihnen der FCZ-Spieler Artur Petrosjan) nicht für ein Länderspiel in Israel freistellte.

Um die Relegation in die 2. Liga zu verhindern, tat sich Ararat mit Lernagorts Kapan zusammen und blieb damit oben. In der vergangenen Saison trat der Verein wieder unter dem angestammten Namen auf schloss die Meisterschaft überraschend auf Platz 4 ab.

In diesem Frühling lief allerdings wegen finanziellen und infrastrukturellen Problemen (kein eigenes Stadion) nichts mehr zusammen. Aus den ersten neun Spielen resultierten für das aktuelle Schlusslicht nur vier Punkte und ein Torverhältnis von 3:17.

50 000 Franken Startgeld

Gleichsam als Reisekostenanteil erhielt Xamax von der UEFA ein Startgeld von 50 000 Franken. Um Aufwand und Ertrag im Gleichgewicht zu halten, müssen die Neuenburger die 2. Runde erreichen. Der dannzumalige Gegner St-Etienne würde im Heimspiel im Stade de Genève für höhere Zuschauereinnahmen sorgen als Jerewan.

Die Young Boys als zweiter Schweizer UI-Cup-Teilnehmer greifen erst in der 2. Runde (2. und 9. Juli) ins Geschehen ein. Gegner ist der Sieger aus der Partie Trans Narva (Est) - Lokeren (Be).

Spiele der ersten drei Runden
1. Runde (18. und 25. Juni): Ararat Jerewan (Arm) - Neuchâtel Xamax.

2. Runde (2. und 9. Juli): Trans Narva (Est)/Lokeren (Be) - Young Boys, St-Etienne - Jerewan/Xamax.

3. Runde (16. und 23. Juli): Young Boys/Narva/Lokeren - Marseille. Athletic Bilbao/Cluj (Rum)/Vetra (Lit) - Xamax/Jerewan/St-Etienne.

(bert/Si)

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