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Zürichs spektakuläre Wende zum 2:1-Triumph

publiziert: Sonntag, 10. Dez 2006 / 14:11 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 10. Dez 2006 / 14:31 Uhr

Zürich besiegte mit Sion ein weiteres «Schwergewicht» der Liga. Im Hardturm erzwang der FCZ nach dem 0:1 in der zweiten Hälfte dank Margairaz (69.) und Tihinen (75.) innerhalb von sechs Minuten den Umschwung zum 2:1-Erfolg.

Enttäuschend war nur die Kulisse. Die Zürcher hätten sich bei der bewegenden Derniere von Präsident Sven Hotz mehr als 11 600 Zuschauer gewünscht.
Enttäuschend war nur die Kulisse. Die Zürcher hätten sich bei der bewegenden Derniere von Präsident Sven Hotz mehr als 11 600 Zuschauer gewünscht.
Der Titelträger startet 2007 mit einer satten Reserve von acht Punkten zur ASL-Rückrunde.

FCZ-Coach Lucien Favre sprach am Ende der aufwühlenden zweiten Hälfte von einer verrückten Partie. «Wie immer im Dezember», schob der Meistertrainer hinterher. Der Romand erinnerte sich an das 4:3 im Cup-Achtelfinal in Basel vor einem Jahr. Wieder beendete Zürich das Jahr erfolgreich und spektakulär -- mit dem Unterschied aber, dass der seit fünf Partien makellose FCZ die übrigen Titelanwärter bereits nach der Hälfte des Pensums abgeschüttelt hat.

Enttäuschend war trotz ungemütlicher Kälte und Dauerregens an diesem Samstagabend nur die Kulisse. Die Zürcher hätten sich bei der bewegenden Derniere von Präsident Sven Hotz mehr als 11 600 Zuschauer gewünscht.

Beim letzten Programmpunkt der Meisterschaft präsentierten die beiden nationalen Tenöre ihr gesamtes Repertoire. Packende Zweikämpfe, nicht nur im Ausnahmefall über dem Limit der Fairness, blanke Nerven (Raffael, er wegen einer Tätlichkeit, und Ahoueya wurden ausgeschlossen) und der spektakuläre Umschwung der Stadtzürcher waren die Dokumente eines attraktiven Spitzenvergleichs.

Vor dem Spiel hatte Hotz getanzt, nach dem letzten Pfiff tanzten die euphorisierten Spieler vor der wippenden «Südkurve» im wilden Osten des Stadions. Sittens Akteure schlichen desillusioniert vom umgepflügten Rasen.

Ihr rast- und oft auch zügelloser Coach Gabet Chapuisat setzte derweil seine private Dauerdebatte mit dem 4. Schiedsrichter fort. Der nun sehr deutliche Rückstand auf den Leader setzte den Wallisern zu. Früh hatten sie dank einem Kopfballtreffer von Saborio geführt. Beim Stand von 1:0 scheiterte Sanel Kulijc in der 66. Minute solo am brillant reagierenden Johnny Leoni.

«Ich bin enttäuscht. Wir haben eine gute Ausgangslage nicht genutzt», ärgerte sich Chapuisat in einer ersten Analyse des erheblichen Rückschlags. Zu denken müsste ihm vor allem geben, wie wenig sein Team nach der roten Karte gegen Zürichs Topskorer Raffael (47.) bewegte und auf welch naive Art sich Ahoueya in der 67. Minute die zweite Verwarnung einhandelte.

Wie nur konnte Chapuisat von einem «Geschenk des Schiedsrichters» sprechen? Ahoueya hatte den Ball bei einem Spielunterbruch ohne Sinn weggeschlagen.

Mit seiner dümmlichen Aktion verschuldete Ahoueya den Zusammenbruch der Gäste wesentlich mit. Der «Vorteil» der Überzahl war weg, die Überzeugung, beim Meister zu punkten, schwand spürber. Fast ausnahmslos zirkulierte der Ball nun in den Reihen der dominanten Zürcher.

Der von Blerim Dzemaili raffiniert per Absatz vorbereitete Ausgleich durch Xavier Margairaz zeichnete sich regelrecht ab. Damit begnügte sich der FCZ und allen voran Hannu Tihinen aber nicht. Der finnische Abwehrchef und Maskenträger verwertete den Corner Abdis mit Kopf zum Siegtreffer.

Zürichs Risikobereitschaft zahlte sich wieder einmal aus. Und wie gefestigt diese im Schnitt knapp 23-jährige Mannschaft ist, war in jener Phase nach dem Platzverweis des unbeherrschten Brasilianers Raffael zu beobachten.

In Unterzahl demonstrierte der FCZ «Charakterstärke und Persönlichkeit», wie Favre mit gutem Grund betonte. Nicht dem Heimteam entglitt die Kontrolle der Partie, sondern dem Herausforderer, der sich viel zu früh auf die Wahrung des Besitzstandes konzentrierte.

Der Internationale Alberto Regazzoni, der dem überforderten FCZ-Verteidiger Florian Stahel eine Halbzeit lang die Grenzen aufzeigte und das Tor mit einem Freistoss vorbereitete hatte, stand beim Untergang Sions längst nicht mehr auf dem Feld. Chapuisat hatte die auffälligste Figur durch den defensiveren Arnaud Bühler ersetzt.

Der Walliser Trainer sandte mit seinem lamentablen Coaching ein falsches Signal. Christian Constantin nahm es auf der Tribüne mit ernster Miene zur Kenntnis.

Hotz´ emotionaler Abschied

Vor dem Anpfiff verabschiedete sich Sven Hotz als Präsident des FC Zürich. Im Stil eines Mittvierzigers tanzte die unnachahmliche Kultfigur des FCZ zur Spielfeldmitte. Mit zitternder Stimme und den Tränen nahe wandte sich Hotz nach 20-jähriger Präsidentschaft ans Publikum. «Ich trete nur als Präsident zurück. Das ist wichtig. Im zweiten Glied bleibe ich ein treuer FCZler», betonte der 77-jährige Ehrenmann, der Zürich unabhängig von seinem Rücktritt weiterhin finanziell grosszügig unterstützen wird.

Das Team bedankte sich mit einem Spruchband («Fürs Vertrauen») beim abtretenden Mäzen, die Fans würdigten ihn mit einer riesigen Choregrafie seines Charakterkopfs.

(von Sven Schoch, Zürich/Si)

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