Silva: zweitbester Skorer und top in der Premier League
Für den auf Gran Canaria geborenen Silva war es im 64. Länderspiel bereits der 18. Treffer im Trikot der Nationalmannschaft, der zweite in diesem Turnier nach dem 2:0 gegen Irland. Eine stolze Bilanz für einen 26-Jährigen. Mehr Tore hat von Spaniens aktuellem Kader nur der von Vicente del Bosque oft verschmähte Ferndando Torres auf dem Konto (31). Silva war schon dabei gewesen, als die «Furia Roja» 2008 in der Schweiz und Österreich und 2010 in Südafrika grosse Trophäen errungen hatte.
Auch bei seinem Arbeitgeber wird seine Klasse geschätzt. Unmittelbar vor dieser EM, in seiner zweiten Saison mit Man City, durfte sich Silva über den Gewinn des englischen Meistertitels freuen - und er hatte massgeblichen Anteil an diesem Triumph. Im offiziellen «Player Ranking» der abgelaufenen Premier-League-Spielzeit ist er die Nummer 1 unter den Mittelfeldspielern (Rang 4 total). Geschlagen nur von den drei Stürmern Robin van Persie, Wayne Rooney und Emmanuel Adebayor, die aufgrund ihrer Position einfacher ins Rampenlicht drängen können. Von Valencia aus hatte er seinerzeit für rund 30 Millionen Euro nach Manchester gewechselt. Der «Sunday Mirror» berichtete gestern Sonntag nun, die «Citizens» hätten aktuell eine Absösesumme von etwa 100 Millionen Euro für Silva festgesetzt. An ihm soll in diesen Tagen vor allem Real Madrid Interesse zeigen.
Gegen Italien war sein Arbeitspensum nach knapp 59 Minuten beendet. Unter dem Applaus der spanischen Anhänger machte er Pedro Rodriguez Platz.
Albas Empfehlung vor dem Transfer zu Barça
Sein früherer Klubkollege Jordi Alba durfte bis zum Schlusspfiff auf dem Rasen bleiben. Der Linksverteidiger ist ein Shootingstar in der spanischen Equipe und mit 23 Jahren der «Benjamin». Alba steht erst bei elf Nati-Einsätzen. Das Debüt hat er im vergangenen Herbst gegen Schottland gegeben. Gestern gegen Italien feierte er die Tor-Premiere in der Landesauswahl. Eindrucksvoll wie er am Anfang und am Ende der Kette bei diesem 2:0 seine Spuren hinterlassen hatte. Nach dem genialen Pass von Xavi Hernandez sprintete er in die Schnittstelle und vollstreckte äusserst kaltblütig. Gianluigi Buffon war ohne Chance.
Alba wusste zuletzt aber insbesondere mit seinen defensiven Qualitäten sehr zu überzeugen. In der «Furia Roja» hat er Joan Capdevila bestens ersetzt. Dies wurde auf breiter Front geschätzt. Und dies blieb nicht unbeobachtet. Der Katalane verlässt jetzt Valencia und wechselt auf die neue Saison hin zum FC Barcelona, bei dem er bereits in seiner Jugend engagiert gewesen war. Von Alba wird man in Zukunft wohl noch mehr hören. Er hat phantastische Perspektiven. In Valencia dürfen sie auf ihn und David Silva mit Fug und Recht stolz sein. Auch wenn der Vorzeige-Verein aus dieser Stadt von diesem Duo nicht mehr direkt profitieren darf.
(pad/Si)





