Gute Ausgangslage
Young Boys wollen: Kein Waterloo in Westerlo
publiziert: Donnerstag, 4. Aug 2011 / 13:20 Uhr
Marco Schneuwly: «Wir können international mithalten.»
Marco Schneuwly: «Wir können international mithalten.»

Die Young Boys streben heute Donnerstag in der belgischen Kleinstadt Westerlo die Qualifikation für die Playoffs der Europa League an. Nach dem 3:1 im Hinspiel ist die Ausgangslage für die Berner gut, aber nicht perfekt.

4 Meldungen im Zusammenhang
Dass sich die Belgier noch Hoffnungen auf ein Weiterkommen machen dürfen, haben sich die Berner selber zuzuschreiben. Der Sieg vor sieben Tagen im Hinspiel im Stade de Suisse hätte weit höher als 3:1 ausfallen können, doch im Abschluss fehlte wie so oft in diesen Tagen die Effizienz. Allein in der ersten Halbzeit boten sich dem Team von Christian Gross ein halbes Dutzend erstklassige Gelegenheiten, die teilweise leichtfertig vergeben wurden.

Für Gross ist deshalb klar: «Wir sind noch lange nicht qualifiziert.» Sein Team hätte vieles gut gemacht, aber nicht alles sei optimal gewesen, analysierte der Zürcher in Berner Diensten im Rückblick den Auftritt vor einer Woche. Für die heutige Partie in der belgischen Provinz - Westerlo liegt rund 50 Kilometer ausserhalb von Brüssel in der Region Flandern - fordert er deswegen von seinen Spielern eine konzentrierte Leistung und «die absolute Absicht, ein Tor zu schiessen». Dass die Young Boys immer für ein Tor gut sind, bewiesen sie in den vier bisherigen Pflichtspielen in dieser Saison, in denen sie ungeschlagen blieben und immer mindestens einmal trafen.

Trotzdem: Perfekt verlief der Auftakt in die neue Saison für den Titelaspiranten noch nicht. Wie im Heimspiel gegen Westerlo, als die Belgier unmittelbar nach dem 0:2 zum Anschlusstreffer kamen, kassierten die Berner auch am letzten Sonntag im Heimspiel gegen Servette nach der 1:0-Führung in der 2. Minute gleich im Gegenzug das 1:1. «Das darf uns nicht mehr passieren», so Gross. Viel zu schnell und zu einfach hätten sie jeweils den Vorteil aus der Hand gegeben.

Westerlos Schlappe

Im Gegensatz zu den Bernern, die in der Axpo Super League auf Rang 5 klassiert sind, missriet Westerlo der Start in die heimische Meisterschaft komplett. Zum Auftakt der Jupiler League setzte es für das Team von Jan Ceulemans am letzten Sonntag auswärts gegen den FC Brügge ein 0:5-Debakel ab. «Das Resultat hilft uns nicht», sagte Gross. Das belgische Team sei auf Wiedergutmachung aus, denn niemand verliere gerne 0:5. Der YB-Trainer sah sich die Partie auf Video an. «Das Resultat darf man nicht überbewerten.» Umstellungen in der Defensive bei Halbzeit, bei der es noch 0:0 gestanden hatte, und ein Platzverweis nach rund einer Stunde waren für Gross die Hauptgründe für die Kanterniederlage des belgischen Cupfinalisten der letzten Saison.

Deswegen - und trotz der guten Ausgangslage - tun die Berner gut daran, den Gegner nicht zu unterschätzen. Aus dem Nichts hatten die Young Boys im Hinspiel im Stade de Suisse das 1:2 kassiert, und zu Beginn der zweiten Halbzeit waren die Gäste aus Belgien bei einem Pfostenschuss sogar dem Ausgleich sehr nahe gestanden. «Sie werden mit allen Mitteln versuchen, zum Sieg zu kommen», so Gross. So klein Westerlo und das Stadion des Koninklijke Voetbal Club auch ist - das Stadion 't Kuipke bietet nur knapp 8000 Zuschauern Platz -, Belgien verfügt über eine grosse Fussball-Tradition. Zudem dürfte den Bernern der letzte Auftritt gegen einen belgischen Vertreter nicht in guter Erinnerung sein. 2008 verlor YB nach einem 2:2 zuhause gegen Club Brugge auswärts 0:2 und scheiterte damit im Kampf um den Einzug in die Gruppenphase des UEFA Cups.

Ziel Gruppenphase

Dies soll diesmal nicht geschehen. Das Ziel der Young Boys auf europäischer Ebene ist klar: Auch in diesem Jahr soll die Gruppenphase erreicht werden. Es gehe um Punkte für den Länder-Koeffizienten und um das Prestige, so Gross. «Man vertritt das eigene Land und die Klubfarben in Europa - das sollte man möglichst gut tun.» Für Verteidiger Alain Nef bieten die internationalen Spiele vor allem den jungen Spielern die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln. Für Stürmer Marco Schneuwly sind die Partien im Europacup «gute Erlebnisse» und Chancen, sich mit anderen, nicht so bekannten Gegnern zu messen. «Letzte Saison haben wir gezeigt, dass wir international mithalten können.» Dies wollen die Young Boys auch in diesem Jahr wieder tun. «Aber zuerst müssen wir das Rückspiel hier überstehen», so Schneuwly.

(pad/Si)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese fussball.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Die Young Boys haben die dritte Qualifikationsrunde für die Europa League überstanden. mehr lesen
Mario Raimondi war mit einem Weitschuss erfolgreich. (Archivbild)
YB-Coach Christian Gross erwartet einen offensiveren Gegner.
In Bestbesetzung treten die Young Boys heute zum Rückspiel der 3. Runde der ... mehr lesen
Standard Lüttich und Westerlo ist der Start in die Saison nicht wunschgemäss ... mehr lesen
Jelle van Damme konnte das Remis mit seinem Treffer auch nicht verhindern. (Archivbild)
Jubel bei den Berner Young Boys nach dem 3:1.
Die Young Boys haben die Türe zu den Playoffs der Europa League weit aufgestossen. Mit dem mühelosen 3:1 gegen Westerlo ... mehr lesen
Vaduz startet mit einem mühelosen Sieg in die neue Saison.
Vaduz startet mit einem mühelosen Sieg in die neue Saison.
EL-Qualifikation  Vaduz startet mit einem mühelosen Sieg in die neue Saison. Die Liechtensteiner gewinnen das Hinspiel der 1. Runde der Europa-League-Qualifikation auswärts gegen La Fiorita aus San Marino 5:0. 
Europacup  Der Champions-League-Final findet 2017 im Millennium Stadium der walisischen Hauptstadt Cardiff statt.  
Das Endspiel 2017 wird in Cardiff stattfinden.
Ciriaco Sforza zeigte heute seinen «Dad bod» im Training.
Europa League  Trainer Ciriaco Sforza bestreitet sein erstes Pflichtspiel mit dem FC Thun in Israel. Die Berner Oberländer treffen in der 2. Runde der ...  
Sforza wird in Thun Nachfolger von Fischer Ciriaco Sforza übernimmt beim FC Thun den Posten von Urs Fischer, der am Donnerstag als neuer Coach des FCB ...
Bereits am Montag wird Sforza beim FCT das erste Training leiten.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1380
    Wo viel Schatten ist, ist irgendwo auch Licht. Für die kleinen Verbände hat sich Blatter ... Mo, 08.06.15 12:39
  • LinusLuchs aus Basel 95
    Selbstheilung unwahrscheinlich Das System Fifa, das Sepp Blatter von João Havelange übernommen und ... Fr, 05.06.15 09:33
  • Kassandra aus Frauenfeld 1380
    Ein neuer Präsident und alles ist wie zuvor und wieder gut? Nein, so geht das nicht! Die ... Do, 04.06.15 23:47
  • LinusLuchs aus Basel 95
    So so, Breel Embolo bereitet sich also auf den Cupfinal vor, steht am Schluss ... Do, 04.06.15 21:02
  • LinusLuchs aus Basel 95
    Ein Scheich für den Status quo Michel Platini, Michael Van Praag, Luis Figo… – nein. Die ... Mi, 03.06.15 14:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3134
    Das... Ganze ging von den USA aus, bzw. dem ehemaligen New Yorker ... Mi, 03.06.15 10:05
  • HeinrichFrei aus Zürich 382
    Der US-Justiz ist nicht zu trauen Unser Sepp Blatter ist als Präsident der FIFA zurückgetreten. Gut. Das ... Mi, 03.06.15 07:34
  • Kassandra aus Frauenfeld 1380
    Also doch! Bisher hielt ich wenigstens den Chef selbst für nicht korrupt, wohl ... Mi, 03.06.15 00:04
Sowohl YB-Verteidigerin Luisa Felder als auch Captain Naomi Mégroz produzierten Eigentore. (Symbolbild)
Fussball Videos
Copa America  Chile gewinnt erstmals die Copa ...  
Copa America  An der Copa America in Chile gewann Peru das Spiel um ...  
Starb am 5. Januar 2014  Eineinhalb Jahre nach seinem Tod hat Legende Eusebio seine ...  
Englands Bassett die Unglückliche  Titelverteidiger Japan steht bei der Frauen-WM in ...  
Mehr Fussball Videos
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 21°C 30°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Basel 19°C 32°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
St.Gallen 23°C 32°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 19°C 35°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Luzern 21°C 35°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Genf 21°C 37°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Lugano 21°C 33°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten