FIFA-Urteil
Bin Hammam lebenslang gesperrt
publiziert: Samstag, 23. Jul 2011 / 21:05 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 15. Sep 2011 / 21:55 Uhr
Mohamed Bin Hammam.
Mohamed Bin Hammam.

Joseph Blatters gescheiterter Widersacher ums Amt des Präsidenten erfährt keine Gnade. Das Ethik-Komitee der FIFA belegte Mohamed Bin Hammam nach zweitägigen Verhandlungen mit einer lebenslangen Sperre. Der Katarer wurde der Korruption für schuldig befunden.

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«Dem Offiziellen Mr. Bin Hammam wird hiermit auf Lebenszeit untersagt, an Aktivitäten auf nationaler oder internationaler Ebene, die den Fussball betreffen, teilzunehmen», sagte der stellvertretende Vorsitzende des Ethik-Komitees, Petrus Damaseb, nach Abschluss der Anhörung im FIFA-Hauptquartier in Zürich. Die Strafe verbietet es ihm sogar, sich auf unterster Amateurebene für einen Verein zu engagieren.

Bin Hammam hatte an den Verhandlungen nicht teilgenommen und war durch zwei Anwälte vertreten worden. Unmittelbar nach der Anhörung sagte einer seiner Sprecher, dass Bin Hammam die Ergebnisse des Komitees nicht anerkenne: «Er beharrt auf seiner Unschuld und wird weiter kämpfen auf den Rechtswegen, die sich ihm noch öffnen.» Bin Hammam, ehemaliger Chef des asiatischen Verbandes AFC, hatte schon zuvor im Falle einer lebenslangen Sperre den Gang vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS angekündigt.

Stimmen gekauft

Der milliardenschwere Geschäftsmann, der seit 1996 auch Mitglied der FIFA-Exekutive war, soll gemeinsam mit dem mittlerweile zurückgetretenen Jack Warner aus Trinidad und Tobago bei einem Treffen der karibischen Fussball-Union (CFU) im Mai Stimmen für seine Präsidentschaftskandidatur gekauft haben. Geldgeschenke in Höhe von jeweils rund 40'000 US-Dollar sollen an die Delegierten verteilt worden sein. Bin Hammam hatte kurz vor der Wahl gegen Amtsinhaber Joseph Blatter Ende Mai seine Kandidatur zurückgezogen und damit den Weg für dessen vierte Amtszeit freigemacht.

Der Herausforderer des FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter stand auch wegen seiner Rolle bei der dubiosen Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 an Katar stark unter Druck. Nicht nur Bin Hammam, sondern auch Warner bestreitet die Vorwürfe. Der ehemalige FIFA-Vizepräsident Warner trat aber dennoch bereits von allen Ämtern zurück und entzog sich so einer Strafe durch die FIFA.

Blatter hielt sich zum Zeitpunkt der Urteilsverkündung in Argentinien zum Finalwochenende der Copa America auf.

(asu/Si)

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