Pomadige Vorstellung
Die Schweiz enttäuscht in Irland
publiziert: Freitag, 25. Mrz 2016 / 22:50 Uhr
Vladimir Petkovic und seine Mannschaft haben noch viel zu tun bis zur EM.
Vladimir Petkovic und seine Mannschaft haben noch viel zu tun bis zur EM.

Die Schweiz ist noch längst nicht bereit für die EM. Im ersten Testspiel des Jahres verliert sie nach enttäuschender Leistung in Irland 0:1. Das entscheidende Tor fällt bereits nach zwei Minuten.

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«Steht man in Irland mit dem linken Bein auf den Platz, kann das ziemlich schnell wehtun.» Die Worte von Nationalcoach Vladimir Petkovic vor dem Spiel fanden auf dem Rasen rasch ihre Richtigkeit. Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt und schon lag die Schweiz im Rückstand. Nach einem Corner verlor Timm Klose das Kopfballduell gegen Shane Duffy, worauf Irlands Innenverteidiger Ciaran Clark den Ball aus wenigen Metern über die Linie lenkte. Es sollte die frühe Entscheidung sein für den EM-Teilnehmer, der in der Qualifikation Weltmeister Deutschland im gleichen Stadion mit dem gleichen Resultat geschlagen hatte.

Die Schweizer waren bei dieser entscheidenden Szene so wenig im Bilde wie im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit oft. Hinten hatten sie vor allem bei stehenden Bällen ihre Mühe, nach vorne brachten sie wenig zu Stande. Granit Xhaka war in der Rolle des Strategen bemüht, doch fehlten im Sturm die freien Mitspieler. Die beste Aktion vor der Pause hatten die Schweizer in der 8. Minute: Über Valon Behrami und Admir Mehmedi gelangte der Ball zu Blerim Dzemaili, der allerdings von der Strafraumgrenze deutlich über das Tor schoss.

Nach der Pause dominierten die Schweizer das Geschehen. Das zumindest suggerierte ein Blick auf die Statistik. Die Mannschaft von Petkovic war meist am Ball und das Spiel wickelte sich zusehends in der Platzhälfte der Iren ab. Doch was die Schweizer mit dieser Vorgabe machten, war enttäuschend. Sie fanden keine Lücken in den beiden irischen Vierer-Reihen.

Schwächen im Offensivspiel

Die SFV-Auswahl offenbarte einmal mehr Schwächen, als sie gefordert war, gegen einen tief in der Verteidigung stehenden Gegner das Spiel zu machen und kreativ zu sein. Ohne Xherdan Shaqiri, der geschont wurde und auf der Bank sass, fehlte in der Offensive ein Spieler, der mit einem Dribbling Unruhe in die Reihen der Gastgeber hätte bringen können.

Mehmedi verzog seinen einzigen Abschluss um Meter, Embolo wechselte in der letzten halben Stunde von der linken Seite zwar ins Zentrum, kam einem Treffer gleichwohl nicht nahe. Haris Seferovic wurde nach einer Stunde ausgewechselt; er hatte zuvor keine einzige Szene.

Einzige wirkliche Chance durch Tarashaj

Und so kam der eingewechselte Debütant Shani Tarashaj in der Schlussphase zur einzigen wirklich guten Ausgleichschance. Der GC-Stürmer setzte den Ball aus 17 Metern jedoch mit einem Flachschuss um wenige Zentimeter neben das Tor.

Bis zur EM-Endrunde und dem Startspiel gegen Albanien am 11. Juni in Lens bleibt den Schweizer also noch viel Arbeit. Bereits am Dienstag können sie in Zürich einen Schritt nach vorne und den eher blutleeren Auftritt von Dublin vergessen machen. Sie treffen im Letzigrund auf Bosnien-Herzegowina. Die Auswahl vom Balkan hat die EM-Qualifikation in den Playoffs gegen... Irland verpasst. Am Freitag gewann sie ein Testspiel in Luxemburg 3:0.

(arc/Si)

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